Drehbuch zum Kurzanleitungs-Video für Betroffene und Angehörige

Drehtag 1: 11. Dezember

Sanierung des Wohnraumes bei Hausstaubmilbenallergie

Einführung Hausstaubmilbe  
Titel, Totale oder Halbtotale des Zimmers als Standbild

Totale oder Halbtotale des Zimmers, Schnitte auf immer mehr Nähen oder Zoom, das in der Mikrowelt verschwindet. Irgenwo sitzt unser Maskottchen, das Tier, der Elch.

Staub oder Tierfell im Gegenlicht.

 


Milben gehören zu den Spinnentieren. Die Tiere sind 0,3mm gross und deshalb von blossem Auge kaum zu erkennen. Es gibt über fünfzigtausend Milbenarten. Im Hausstaub spielen besonders zwei Arten eine bedeutende Rolle. Ihre Exkremente enhalten Eiweissstoffe, die Allergene, die die Hausstaubmilbenallergie auslösen. Eine Sanierung bedeutet nicht nur die Reduktion der Milben, sondern auch die Beseitigung des
Eine Milbe lebt etwa sechs Wochen und produziert in dieser Zeit das 200-fache ihres Körpergewichtes an Kot, 20-40 Kotbällchen täglich. Damit kann sich in einer Matratze in einigen Jahren bis zu einem halben Kilo Milbenkot ansammeln.
 
Zurückkommen von den mikroskopischen Aufnahmen ins Zimmer ueber Nähen und Halbtotale oder wie heisst das Gegenteil von Zoom?
Das Vorkommen von Milben ist keine Folge von mangelnder Sauberkeit. Betroffen sind über 90% aller Haushalte.
(sieht man durch das Fenster hinaus andere Häuser? Oder gar ein diskereter Schwenk auf Florians N.Y.-Poster?)
Eine Hausstaubmilbensanierung kann nicht einmalig durchgeführt werden, sondern erfordern einen ständigen, wiederholten Aufwand!
Matratze  

Die regelmässige Wärme- und Feuchtigkeitsabgabe unseres Körpers an die Matratze schaffen durch das so entschtehende Klima ideale Lebensbedingungen für Milben. Der Schläfer bewegt sich vielleicht ein bischen. Wir bewegen uns meist im Bett, wenn es zu warm ist. berndeutsches Wort dieser tätigkeit: "Rangge". Auch durch unsere Hautschuppen, die in das Matratzengewebe eindringen, nähren wir Milben.
Bei einer näheren Einstellung oder mit Zoom sieht man jetzt Hautschuppen auf dem Duvet

Die Matratze wird umhüllt. Ev. Zeitraffer. Man muss sehen, was ein Encasing ist und wie es zu brauchen ist, auch die speziellen Reissverschlüsse und Nähte müssen sichtbar werden.
Deshalb stellt die Matratze das Hauptreservoir für Hausstaubmilben in unserem Haushalt dar. Sie ist der effizienteste Ansatzpunkt unserer Sanierung. Durch eine Umhüllung der Matratze mit einem sogenannten "Encasing"können wir einerseits verhindern,




die ursprüngliche Bildidee ist, die Schichten Matratze-Encasing-Fixleintuch-Haut mit einer Überblendung zu zeigen. Es genügt vielleicht auch, zu zeigen, dass wir ein Fixleintuch über das Encasing ziehen (gleiche Einstellung wie Encasing-Szene oben) , und dann wieder in die gleiche Einstellung wie die der Hautschuppen (weiter oben) zu kommen.
können wir einerseits verhindern, dass Hautschuppen in die Matratze gelangen, andererseits verhindert die Hülle auch den direkten Kontakt unseres Körpers mit dem Milbenkot in der Matratze.






Viele Hersteller von Encasings verwenden Mikrofasergewebe. Diese sind so dicht gewoben, dass keine Milben und Allergene das Gewebe durchdringen können,
 
zufriedener Schläfer.
sind aber dennoch feuchtigkeits- und luftdurchlässig genug, um unser Schlafklima nicht zu beeinträchtigen, auch dann nicht, wenn wir stark schwitzen.
Auch polyurethan-beschichtete Hüllen sind milbendicht. Die Beschichtung sollte jedoch dünn sein,


Unruhiger Schläfer. Am rücken oder an der Stirn sieht man in eienr Nähe eine Schweissperle.
um keine Feuchtigkeit entstehen zu lassen.
Andere Materialien sind lockerer gewebt und deshalb nicht absolut milbendicht.
Die verschiedenen Produkte und Ihre Eigenschaften sind Ihrem Allergologen bekannt, lassen Sie sich beraten.
Bettwäsche  
Gezeigt wird das Duvet, dann das "atemwegsnahe" Kopfkissen (Gegenlicht wegen späterer Daunenfederaufnahme).
Auch die Bettwäsche ist mit Hausstaubmilbenallergenen kontaminiert, allerdings bedeutend weniger als die Matratze.
Man sieht,wie ein Kopfkissen mit einer Hülle umhüllt wird.
Es ist deshalb nicht eindeutig erwiesen, dass eine Umhüllung des Duvets und des Kissens erforderlich sind. Sinnvoll ist in jedem Fall eine Umhüllung des Kopf- und atemwegsnahen Kissens, oder die Anschaffung eines milbendichten Kopfkissens.

Gleiche oder ähnliche Einstellung wie beim "atemwegsnahen" Kopfkissen. Ein Federchen schwebt herunter und setzt sich in den Bildvordergrund in den kurzen Schärfebereich.
Studien haben gezeigt, dass Daunenduvets und -kissen weniger stark von Milben besiedelt sind als synthetische.

Polstermöbel  

Die erste Einstellung zeigt ein Stoffpolster, eine Nähe, damit man die Stofflichkeit gut sieht. Dann eine Ueberblendung in die gleiche Einstellung, aber mit Lederpolster. Irgnedwo sitzt das Stofftier neben dem Zeitungsleser.

Ähnlich wie Matratzen können auch Polstermöbel beträchtliche Mengen an Milben beherbergen. Nur lederbezogene Polster sind kaum von Milben besiedelt.

Das Stoffpolster steht an der Strasse "zu verschenken".





Teppiche  

Diese Szene geht ebenfalls gut zum Drehen in Pichlers Wohnzimmer mit schönem Parkett und vorhandenem Teppich.

Ein weiterer Schritt zum Staub- und milbenarmen Haushalt stellt der Verzicht auf Teppiche dar, denn diese sind ebenfalls ein grosses Milbenreservoir.





Bild zeigt Teppich neben Polstermöbel.
Es ist erwiesen, dass sie eine viel höhere Allergenbelastung aufweisen als wischbare Böden.
Staubsauger  
Wir brauchen einen Trick, um den aufgewirbelten Staub darzustellen. Gegenlichtaufnahme. Staubsaugerlärm aufnehmen.
Selbstverständlich hilft regelmässiges Staubsaugen, Staub und den darinliegenden Hausstaubmilbenkot zu reduzieren. Leider wird dabei auch Staub aufgewirbelt, der die Atemluft mit Allergenen anreichert.
Ein weiterer Trick ist gefragt,der die entweichende Staubluft zeigt.
Besonders die dem Staubsauber entweichende Luft ist allergenreich.
Wir zeigen eine Nähe, wie man ein solches Filter herausnehmen und hieneinstecken kann. Man sieht das Filter, wenn möglich seine Stofflichkeit, Makro.
Um diese zu filtern bieten die meisten Staubsaugerhersteller mit Spezialfiltern versehene Modelle an, meist unter der Bezeichnung HEPA-Filter.
Stofftiere  

Wo?
Geeignet wäre ein Kühlschrankmit grossem Gerfrierfach. Szene 1 zeigt, wie das Tier ins Fach versorgt wird. Szene 2 zeigt das Herausnehmen des Tiers, das jetzt völlig eisbehaftet ist.


Auch Stofftiere sind eine beliebte Milben-Residenz. Die Milben lassen sich abtöten, indem man die Tiere je nach Grösse bis 48 Stunden bei minus 20 Grad Celsius in ein Gefrierfach legt.

Wo?
Szene 3 zeigt, wie das Tier in die Waschmaschien gesteckt wird. Szene 4 zeigt dann noch die waschende Waschmaschine.

Anschliessend sollte man sie waschen, um die toten Milben herauszuspülen.

Verbesserung der Raumluft  

Wir befeuchten das Fenster mit Luftbefeuchter und Zerstäuber. Man sieht die beschlagene Scheibe. Darauf schreiben wir dann: "<50%". Ein Zoom oder Schwenk von der Scheibe in unseren Wohnraum (oder zurück) wäre sinnvoll, um die Feuchtigkeit (am Fenster) im Wohnraum zu zeigen resp. visuell in den Wohnraum zu übertragen.

Hausstaubmilben und Schimmelpilze mögen es feucht. Bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 55 und 75% gedeihen sie optimal.

Läst sich ein Blick aufs Hygrometer gut in den Take einbauen (Nähe?) Eventuell verschwindet der Beschlag ander Scheibe sichtbar resp. man könnte filmen, wie wir die Scheibe künstlich beschlagen und dannrückwärts laufen lassen.

Es ist deshalb sehr wichtig, die Feuchtigkeit im Wohnraum unter 50% zu halten und allenfalls mehrmals täglich durch kurzes, intensives Lüften zu reduzieren.



Wieder die Einstellung. wo man den Wohnraum sieht, in der Unschärfe. In der Schärfe im Vordergrund ist das auf 18 oder 19 Grad C stehende Thermometer.
Eine eher tiefe Temperatur im Schlafzimmer hilft zusätzlich gegen Milben.
Eigene oder neue Mikroaufnahme. Gesucht wird eine Aufnahme, wo die Milben weniger dicht sind als bei den vorherigen Mikroaufnahmen und sich langsamer bewegen (slow-motion).

Mit Beginn der Heizperiode sterben die meisten Milben ab, weil die Raumluft wesentlich trockener wird. Nur Milben, die sich tief in Gewebe von Polster und Matratze zurückziehen können überleben, um im kommenden Frühjahr wieder einen neuen Vermehrungszyklus zu beginnen.
 


Wenn die Wohnung zu stark geheizt wird kann die Luft austrocknen. Auch Aussenluft, die dauernd durch undichte Türen und schräg gestellte Kippfenster in den Wohnraum hineinfliesst, trocknet die Luft aus. Dann leiden nicht nur die Milben, sondern auch unsere Schleimhäute an der mangelnden Feuchtigkeit.





Die Geräte werden kurz vorgestellt. Gerät im Vordergrund, Hintergrund unser Wohnraum, Gegenlicht, um den Dampf zu sehen. Wir müssen das Gerät aber auch öffnen und innen die Heizstäbe zeigen resp. den Propeller, ähnlich wie beim HEPA-Filter. Eventuell stehen die Geräte nebeneinander und wir schwenken von links nach rechts, was Sinn macht bei der Darstellung des Luftreinigers.

Luftbefeuchter bringen zwar mehr Feuchtigkeit in die Innenluft, sind aber in unseren Breitengraden nur bedingt notwendig. Fällt das Thermometer nicht während Tagen unter Null, so enthält die Raumluft genügend Feuchtigkeit, wenn mehrmals täglich kurz gelüftet wird. Der kurze Luftaustausch bringt die fehlende Feuchtigkeit zurück und reduziert zugleich die Zahl der Viren.
Der Einsatz eines Luftbefeuchters kann problematisch werden, wenn dadurch die Raumfeuchtigkeit über 50% ansteigt und wenn sich Viren, Keime und Bakterien im Gerät vermehren und in die Raumluft verteilt werden. Geräte, die das Wasser verdunsten oder zerstäuben müssen deshalb täglich gründlich gereinigt werden.



Für emphindliche Personen sind deshalb sogenannte Verdampfer günstiger, weil sie das Wasser stark erhitzen und dabei vorhandene Keime abtöten. Sie verbrauchen aber relativ viel Strom.
Hier müssten wir einen Verdampfer haben, der einen Hygrostaten hat, den wir zeigen können. (Bild 1 zeigt normales Hygrometer auf 45%, Bild zwei zeigt einen Hygrostaten, der mit einem Gerät verbunden ist.)
Eine Kontrolle der Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer ermöglicht es, die idealen Werte von 40-50% einzuhalten. Noch besser ist es, den Befeuchter mit einem Hygrostaten enegiesparend zu steuern.



Der Luftreiniger wird nicht richtig vorgestellt. Er steht da wie die anderen Geräte,bleibt aber im Halbschatten.
Luftreiniger können Allergene von Katzenhaaren aus der Luft filtern, sind aber wenig geeignet, die Hausstaubmilben-Allergene wesentlich zu verringern. Sie können zwar Allergene aus der Luft ausfiltern, Aufgewirbelte Milbenallergene schweben nur kurz in der Luft,
Staub im Gegenlicht, der sich setzt? Der Stecker des Luftreinigers wird ausgezogen.
und setzen sich dann wieder, weil sie an andere Partikel gebunden sind. Diese sind zu gross und zu schwer, um lange genug in der Luft zu schweben, um von einem Luftreiniger erfasst zu werden.